Massalla
Mazaalai
Massalla
... Interessantes über die Mongolei und die Wüste Gobi

Waldflüstern
Neuschnee hüllt die Gottesberge. Unter Lärchen und Zedern scheint die Stille wieder ihre Heimstatt gefunden. Jegliches irdisches Leben verhält sich fast lautlos. Nur manches Holz ruft ab und an sein Rauschen, Knacken oder Knistern ab.
Waldflüstern
Waldflüstern

Zahllose Spuren im frischem Weiß deuten jedoch auch jetzt auf die Bewohner des Waldes. In warmen Zeiten ist eben auch dein Tisch reicher. So reduziert sich nun alles Leben, ruht oder schläft.

Ganz anders als ich im Spätsommer unter einem Walddach, in unmittelbarer Nähe heißer Mineralquelle nächst stillem Tamir, deine heilende Kraft mir angedeihen ließ. Was für ein Augenschmauß, Ohrengewinn und Aromenallerlei. Unter grünem Laubdach fühlt ich mich geborgen, rastete auf einer Baumbank, konnte mich kaum satt sehen an Flechten, Pilzen und Moosen.

Umarmte ich einen Baum, ob Lärche, Schwarzkiefer, Weide oder Bergulme, war mir als spürte ich einen lang Vertrauten. Gleichklang und Stetigkeit durchdrangen. Selbst Eure Gefallenen am Boden verströmten Mut wie Zuversicht, denn neues reiches Leben wuchs aus ihnen.

So ging ich aus dem Sommerwald ganz leicht und heiter. Leben ist unendlich, stets findet sich das Weiter und ein Werden!

Der frische Schnee nun in den Wald bedeckten Gottesbergen schickt derweil sein Funkeln, Strahlen in den blauen, kalten Sonnentag - steh am Fenster, schaue in die Weite; Waldflüstern ich wohl immer wieder neu vertrag!
(26.10.2016)

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